Die Ratzmann-Orgel (II/6, 1837?) der "Frauensiedlung Loheland"

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Die Orgel steht auf wackligem Boden, der dringend stabilisiert werden muss, deshalb der unumgängliche Abbau 2009.

 

In den vergangenen Jahren flogen hier sicherlich einige Bälle in das empfindliche Pfeifenwerk der Orgel, mehrmals traf es wohl auch die Prospektpfeifen frontal.

 

 

 

 

Beim Abbau kommen die Spuren vergangener Jahrzehnte zum Vorschein. Bemerkenswert ist unter anderem auch der Materialabtrag der Pedaltasten durch Orgelspielen.

 

 

 

 

 

 

 

Die einzelnen Pfeifen werden in Gruppen sortiert und vermessen. Bauspezifische Werte werden in einer Excel-Tabelle eingetragen. Auch Auffälligkeiten und Besonderheiten werden vermerkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Zerlegen der Baugruppen ist die hochwertige Bauweise und die erlesene Auswahl der Materialien gut zu erkennen. Nicht jeder zeitgenössische Orgelbauer hat in dieser Qualität abgeliefert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ausschnitt aus dem Inneren der Balg- und Windanlage, die mit alten Schriftstücken aus Papier abgedichtet wurde.

 

Der Saal nach dem Orgelabbau am 04.11.2009, vor der Gebäuderenovierung.

 

Eine historische Aufnahme zeigt Frau Hertha Oblasser an der Ratzmann-Orgel in Loheland.

 

Die Darstellungen mit Maßangaben sind Bestandteil erster Überlegungen zur Restaurierung und Rekonstruktion. Die Vorschläge zeigen unter anderem auch eine Gehäuseergänzung, hinter der sich die Pfeifen in 8'-Länge verbergen.

 

 

Das Beispiel eines ähnlichen Projektes, bei dem es um die Restaurierung und Rekonstruktion einer bis zur Unkenntlichkeit veränderten Ratzmann-Orgel ging, zeigen diese Bilder. Das Instrument von Neuhof wurde im Zeitfenster zwischen 2011 und 2013 in allen Einzelheiten detailgetreu rekonstruiert und restauriert. Das Projekt wurde sehr würdig eingeweiht. Einzelheiten und einen Filmbericht von Osthessen-News finden sich in der Werkliste meiner Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

 

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