Mernes, Restaurierung, Teilrekonstruktion und Neuorganisation der
Clewing-Orgel (I/10, 1891)

 

Arbeiten bis 17.11.20
Windladen, Spieltisch, Balg

Konstruktion und Planung

Orgelabbau 28.10.19

 

In Anlehnung an die Ausschreibungsvorgaben wird die sanierungsbedürftige Clewing-Orgel, unter Verwendung brauchbarer Bauteile aus gewachsenem Bestand, sinngemäß in den Zustand von 1934-1936, den Zeitpunkt der Kirchenerweiterung, zurückversetzt. Das Konzept zur Restaurierung, Teilrekonstruktion und Neuorganisation besteht im Wesentlichen aus drei Punkten:

1. Ausgangspunkt und Basis sind wenige Fragmente der originalen Bausubstanz von 1891, bspw. die beiden Windladen (HW, Pedal) und ein Teil des Pfeifenwerkes. Dieser Bestand wird restauriert und an Fehlstellen durch detailgetreue Rekonstruktionen ergänzt.

2. Um Kosten einzusparen, werden auch Bauteile aus dem letzten großen Umbau in den 1980er Jahren verwendet, diese passen zwar stilistisch nicht zur Orgel, aber immerhin sind sie in sich selbst gut gebaut.

3. Die Gesamtmaßnahme besteht zum Großteil aus stilistisch angepassten Neuanfertigungen, ohne Anspruch auf detailgetreue Rekonstruktionen nach Fritz Clewing, allerdings in Orientierung an dessen Baustil um 1890, bspw. ähnlich dem Schwesterninstrument in Lüdermünd (1893, I/9).

 

Disposition (I/10) 

Manual C-f'''   Pedal C-c'
Bourdon (ab c°) 16'   Subbaß 16'
Principal 8'   Octavbaß 8'
Gamba 8'      
Hohlflöte 8'      
Salicional 8'      
Octav 4'      
Traversflöte 4'      
Octav 2'      
         
         
Spielhilfen

Pedalkoppel

 
System
Mechanische Schleiflade, seitlich eingeschobener Spieltisch,
hängende Spieltraktur (in liegendem Rahmen)
Zentraler Wind, Doppelfaltenbalg mit Schöpfer
Temperierung: Gleichstufig